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		<title>1. Mai 2026</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2026 11:37:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wunderbar entspannt war er, man hatte in seiner Gegenwart nicht das Gefühl, etwas hermachen zu müssen, keine Frage war ihm zu dumm. Als ich Peter Gülke am 26. Februar vor zwölf Jahren in Weimar besuchte und er in der Küche Kaffee in der Thermoskanne aufgoß, lief im Radio das Finale von Tschaikowskys Fünfter, und er [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/05/Screenshot-2026-05-01-110308.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5411" alt="Screenshot 2026-05-01 110308" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/05/Screenshot-2026-05-01-110308.png" width="727" height="516" /></a><br />
Wunderbar entspannt war er, man hatte in seiner Gegenwart nicht das Gefühl, etwas hermachen zu müssen, keine Frage war ihm zu dumm. Als ich Peter Gülke am 26. Februar vor zwölf Jahren in Weimar besuchte und er in der Küche Kaffee in der Thermoskanne aufgoß, lief im Radio das Finale von Tschaikowskys Fünfter, und er genoß lachend diesen Wahnsinn. Gülke war, pünktlich zu seinem 80. Geburtstag, der Siemens Musikpreis zugesprochen worden; ich interviewte ihn fürs <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=5410">Feuilleton der ZEIT</a>. Dabei gab es auch einiges &#8220;off the records&#8221;, am schönsten die Anekdote von einem musikwissenschaftlichen Kolloquium auf der Brünner Festung Spielberg. Noch vor der &#8220;samtenen Revolution&#8221; der Tschechoslowakei trafen sich da Musikologen aus Ost und West. Gülke erzählte, wie die westdeutschen Musikwissenschaftler abends beim geselligen Beisammensein verkrampft dasaßen und hofften, sie würden nicht zum Tanz aufgefordert werden, während die östlichen Kollegen schwoften und schunkelten. Carl Dahlhaus (der Gülke 1984 an der TU Berlin habilitiert hatte) trank zuviel und musste von Gülke und Ludwig Finscher (ebenfalls einer der Großen der Zunft) den Berg herabgeleitet werden, wobei er jammerte: &#8220;Ich bin eigentlich gar kein Musikwissenschaftler. Ich bin doch bloß irgendsoein Schriftsteller.&#8221; Für Kontraste und Brüche, für Risse in der Identität hatte Gülke viel Sinn, im Anekdotischen wie im Nachdenken über Musik. Bei keinem andern lese ich so oft nach, was er sich zu einem Werk, einem Komponisten dachte. Sein großer Essay über Mendelssohn von 2017 öffnet einem die Ohren für das &#8220;Rumoren unter der Oberfläche&#8221; und ist für das <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=2772">Neuentdecken dieses Komponisten</a> nicht weniger wichtig als die besten Aufführungen. Nur ein Musiker kann so etwas schreiben &#8211; und der war Peter Gülke ja auch. Vor fünf Tagen, am 26. April 2026, ist er mit 91 Jahren in seinem Geburtsort Weimar gestorben.</p>
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		<title>17. April 2026</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 10:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Nichts ist einer persönlichen Begegnung vorzuzuziehen, aber es gibt Zoomtreffen, bei denen die Distanz nebensächlich wird. So ging es mir mit dem Sänger Pene Pati, der an einem Freitagnachmittag in einer Airbnb-Wohnung irgendwo in Zürich saß, wo er die Titelrolle in Mozarts La clemenza di Tito singt, und so angeregt und anregend über sein [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/04/pati-screenshot-2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5401" alt="pati screenshot 2" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/04/pati-screenshot-2.png" width="1443" height="885" /></a></p>
<p>Nichts ist einer persönlichen Begegnung vorzuzuziehen, aber es gibt Zoomtreffen, bei denen die Distanz nebensächlich wird. So ging es mir mit dem Sänger Pene Pati, der an einem Freitagnachmittag in einer Airbnb-Wohnung irgendwo in Zürich saß, wo er die Titelrolle in Mozarts <em>La clemenza di Tito</em> singt, und so angeregt und anregend über sein Leben und seine Arbeit redete, über Samoa, wo er zur Welt kam, über Pavarotti, der via Youtube sein erstes Vorbild wurde, über Oper als Alternative zur K.I., über Mozart natürlich und noch vieles mehr, dass man den Mitschnitt praktisch unbearbeitet hätte senden können. Für VAN wurde eine Q&amp;A-Fassung daraus, <a href="https://van-magazin.de/mag/pene-pati/?mc_cid=4715f91d1f&amp;mc_eid=56669ab375"> die jetzt online ist</a>. Ebenfalls online, aber nur auf dieser Website, ist der Essay zum Thema „Ende“ zu lesen, der für das aktuelle Magazin der Elbphilharmonie entstand und unterschiedlichsten <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=5390">Aspekten des Endes und des Endens</a> in der Musik nachgeht. Nicht bis zum bitteren Ende, sondern bis zu den <i>Epigrams, </i> die Elliott Carter in seinem 104. Lebensjahr komponierte – ein letztes Werk, in dem Carters Universum noch einmal funkelnde kleine Sterne hervorbringt. Schließlich noch zwei Hörtipps: Auf Deutschlandfunk Kultur sind weiterhin zwei Sendungen online zu hören, die ich für die Reihe &#8220;Interpretationen&#8221; machte: <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/letzter-lichtflug-die-paganini-rhapsodie-von-sergej-rachmaninow-100.html"><em>Letzter Lichtflug</em></a>, zur Paganini-Rhapsodie von Sergej Rachmaninow, und <em><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-petite-messe-solenelle-von-gioacchino-rossini-100.html">Die &#8220;Petite messe solenelle“ von Gioacchino Rossini</a>.</em></p>
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		<title>12. Februar 2026</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 10:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange, sehr lange her, dass im Feuilleton der ZEIT noch wöchentlich zwei neue CDs besprochen wurden. Immerhin auch dann noch, als infolge der &#8220;digitalen Revolution“ und der Musiktauschbörse Napster der Umsatz mit Compact Discs schon auf ein Drittel zusammengebrochen war. Die Klassik hielt sich auf dem Markt physischer Tonträger noch leidlich bis 2006 (Mozartjahr!), war [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/02/metamorfosi-2004.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5379" alt="metamorfosi 2004" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/02/metamorfosi-2004.jpg" width="2969" height="2103" /></a><br />
Lange, sehr lange her, dass im Feuilleton der ZEIT noch wöchentlich zwei neue CDs besprochen wurden. Immerhin auch dann noch, als infolge der &#8220;digitalen Revolution“ und der Musiktauschbörse Napster der Umsatz mit Compact Discs schon auf ein Drittel zusammengebrochen war. Die Klassik hielt sich auf dem Markt physischer Tonträger noch leidlich bis 2006 (Mozartjahr!), war aber schon 2003 so angezählt, dass mich die ZEIT losschickte, um <a href="https://www.zeit.de/2003/47/M-Klassiklabel">bei ambitionierten kleinen Labels</a> zu erkunden, mit welchen Konzepten sie überleben wollten. Eins davon war alpha – und ist es noch! -, und hier erschien 2004 das wundervolle Album <em>Nova Metamorfosi</em> mit italienischer Sakralmusik des frühen 17. Jahrhunderts, heute nur noch antiquarisch zu haben, siehe oben.</p>
<p>Das ist die Vorgeschichte eines erstaunlichen Funds zu meinem Buch <em>Bachs Welt</em>, einer Teilübersetzung ins Englische nämlich, von der ich bis vor ein paar Tagen nichts wusste, obwohl sie nicht in irgendeinem obskuren Winkel steckte, sondern auf der respektablen <a href="https://www.litrix.de/de/index.cfm">Literaturplattform Litrix</a> des Goethe Instituts zu lesen ist. Das fand aber nicht ich heraus, sondern ein englischer Liebhaber klassischer Musik. Er hatte sich das oben erwähnte, heute längst vergriffene Album <em>Nova Metamorfos</em>i beschafft und darin <a href="https://www.zeit.de/2004/08/Achtstimmiges_Heilbad">einen Zeitungsausschnitt gefunden</a>, den der Vorbesitzer hinterlassen hatte, eine kleine Besprechung, die ich 2004 für die ZEIT geschrieben hatte. Die übersetzte er sich.</p>
<p>Die Lektüre brachte ihn, wie er mir schrieb, dazu, dem ihm völlig unbekannten Autor hinterherzugoogeln. So stieß er auf diese Website, auf <em>Bachs Welt</em> und schließlich auf die <a href="https://www.litrix.de/en/buecher.cfm?publicationId=2012">fünfzehn Seiten aus dem zweiten Kapitel</a> des Buchs, die Gratia Stryker-Härtel für das Goethe-Institut übersetzt hat. Verrückt, oder? Aber schön. Jetzt fehlen für eine komplette Übersetzung ja nur noch gut 330 Seiten… naja, und man bräuchte einen englischsprachigen Verlag, der die Ansicht meines recherchierenden Lesers teilt, nicht nur <em>Bachs Welt</em>, sondern auch <em>Der Klang von Paris</em> und <em>Flammen</em> „would be well received by English readers who are enthusiastic about classical music and its history…“</p>
<p>Zur deutschsprachigen Rezeption dieser Bücher habe ich mit großer Verspätung die Echos auf die jüngeren beiden Titel zusammengefasst, wobei mir besonders die Zeilen von zwei Komponisten am Herzen liegen: <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2013/08/Echos-auf-Flammen2.pdf">Wolfgang Rihm</a>, der 2022 <em>Flammen</em> mit ins Krankenhaus nahm, und <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2013/08/Echos-auf-Der-Klang-von-Paris.pdf">Steffen Schleiermacher</a>, der durch <em>Der Klang von Paris</em> zum Berlioz-Fan wurde. Echos zu <em>Bachs Welt</em> sind noch in Arbeit, das aktuelle Buchprojekt geht erst mal vor. Was wiederum Impromptus nicht ausschließt: Bei VAN ist seit gestern zu lesen, welche besondere Rolle Musik in Annie Ernaux´ Meisterwerk <em>Die Jahre</em> spielt: <a href="https://van-magazin.de/mag/annie-ernaux-edith-piaf/?mc_cid=7ce2407ffa&#038;mc_eid=56669ab375"><em>Piaf und die Gänsehaut.</em></a></p>
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		<title>12. Januar 2026</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 11:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie dieses Foto des 64 Jahre alten Gioachino Rossini entstanden sein könnte, im Pariser Atelier von Nadar am 6. März 1856, das habe ich im Klang von Paris beschrieben, auch hier nachzulesen: Der Klang von Paris, Nadar-Passage. Ziemlich genau acht Jahre später, am 13. März 1864, war in derselben Stadt erstmals die Petite messe solennelle des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-12-104531.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5355" alt="Screenshot 2026-01-12 104531" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/01/Screenshot-2026-01-12-104531.png" width="476" height="637" /></a></p>
<p>Wie dieses <a href="https://www.metmuseum.org/art/collection/search/266902">Foto des 64 Jahre alten Gioachino Rossini</a> entstanden sein könnte, im Pariser Atelier von Nadar am 6. März 1856, das habe ich im <em>Klang von Paris</em> beschrieben, auch hier nachzulesen: <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2026/01/Der-Klang-von-Paris-Nadar-Passage.pdf">Der Klang von Paris, Nadar-Passage</a>. Ziemlich genau acht Jahre später, am 13. März 1864, war in derselben Stadt erstmals die <em>Petite messe solennelle</em> des Italieners zu hören, ein wunderbares und außergewöhnliches Werk, mit dem ich mich nicht nur im Buch befasste, sondern zuvor auch für das <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=2485">Ballett am Rhein</a> und in einer Folge der <em>Interpretationen</em> bei Deutschlandfunk Kultur, im Dezember 2017 erstmals gesendet. Nun ist sie wieder online zu hören &#8211; <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-petite-messe-solenelle-von-gioacchino-rossini-100.html">hier</a> -, und die Playlist, die bei den Sänger*innen von Enrico Caruso bis zu <a href="https://www.opernhaus.ch/spielplan/kalendarium/il-trovatore/2021-2022">Marina Rebeka</a> reicht, bei den Ensembleleitern von John Barbirolli bis zu <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=2351">Ottavio Dantone</a>, findet man <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/musikliste?drsearch:series=interpretationen-100">hier</a>. Ebenfalls noch online zu hören ist die Sendung <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/letzter-lichtflug-die-paganini-rhapsodie-von-sergej-rachmaninow-100.html">Letzter Lichtflug &#8211; Die Paganini-Rhapsodie von Sergej Rachmaninow</a>.</p>
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		<title>30. Dezember 2025</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 15:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Sie schien alles, was sie tat, doppelt so heftig zu tun wie andere Leute; sogar ihre Augen waren von einem strahlenderen Blau, als Anna es je gesehen hatte.« So beschreibt Judith Kerr in ihrem Roman Als Hitler das rosa Kaninchen stahl ihre Mutter &#8211; jene Julia Kerr, von der man im Buch nicht erfährt, was [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-30-155022.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5340" alt="Screenshot 2025-12-30 155022" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-30-155022.png" width="495" height="560" /></a></p>
<p>»Sie schien alles, was sie tat, doppelt so heftig zu tun wie andere Leute; sogar ihre Augen waren von einem strahlenderen Blau, als Anna es je gesehen hatte.« So beschreibt Judith Kerr in ihrem Roman <em>Als Hitler das rosa Kaninchen stahl</em> ihre Mutter &#8211; jene Julia Kerr, von der man im Buch nicht erfährt, was bis heute die wenigsten wissen: dass sie eine Komponistin war und nicht nur die Mutter einer berühmten Tochter und Frau eines berühmten Mannes, des fast 31 Jahre vor ihr geborenen Kritikers und Autors Alfred Kerr. Ihre nahezu vollendete Oper <em>Der Chronoplan</em> &#8211; eine der verrücktesten Opern des 20. Jahrhunderts &#8211; nahm sie 1933 aus Berlin mit ins Exil. Jetzt erst, am 24. Januar 2026, wird das Werk <a href="https://www.staatstheater-mainz.com/veranstaltungen/oper-25-26/der-chronoplan-ua">am Staatstheater Mainz uraufgeführt</a>. Für die aktuelle ZEIT bin ich dem Leben Julia Kerrs (1898-1965) und der Odyssee des <em>Chronoplan</em> nachgegangen. Der <a href="https://www.zeit.de/2026/01/julia-kerr-der-chronoplan-oper-staatstheater-mainz">Onlinefassung des Texts</a> ist auch das Foto der Komponistin um 1930 entnommen. Noch etwas Neues, ganz anderes, aber ebenfalls von den Spuren durchzogen, die die Jahre von Naziherrschaft und Krieg in der Musik hinterließen: Ein Essay zur langen Renaissance des Cembalos, von Wanda Landowska über Gustav Leonhardt, Ligeti und die Beatles bis heute, entstanden für das Magazin der Elbphilharmonie und auch <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=5321">hier zu lesen</a>. Und nun: Bonne chance für 2026!</p>
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		<title>17. Dezember 2025</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 18:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So nah kommt man der Werkstatt eines Künstlers selten wie dann, wenn er sich vertut wie hier der 49-jährige J.S. Bach. Es musste Ende 1734 halt schnell gehen mit dem Oratorium für die &#8220;heilige Weyhnacht&#8221;. Gerade drei Wochen hatte er für die Fertigstellung von sechs Kantaten nebst Proben und Einzelaufführungen in zehn Gottesdiensten in zwei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-14-212542.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5294" alt="Screenshot 2025-12-14 212542" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-14-212542.png" width="1166" height="754" /></a><br />
So nah kommt man der Werkstatt eines Künstlers selten wie dann, wenn er sich vertut wie hier der 49-jährige J.S. Bach. Es musste Ende 1734 halt schnell gehen mit dem Oratorium für die &#8220;heilige Weyhnacht&#8221;. Gerade drei Wochen hatte er für die Fertigstellung von sechs Kantaten nebst Proben und Einzelaufführungen in zehn Gottesdiensten in zwei Leipziger Kirchen. Weswegen der Thomaskantor sich großzügig bei sich selbst bediente und etwa den Eingangschor einer Kantate entnahm, die im Jahr zuvor für den Geburtstag der sächsischen Kurfürstin entstanden war, da noch mit dem Starttext &#8220;Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten&#8221;. Den schrieb Bach, siehe oben, versehentlich auch in die neue Partitur und korrigierte dann: &#8220;Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage&#8221;. Mit dem Umtexten ist es bei ihm aber nie getan. Die &#8220;recycelten&#8221; Stücke bekommen oft neue Farben, andere Tonarten und Stimmlagen, und so kann sogar aus einem erotischen Schlummerlied ein Wiegenlied für ein heiliges Baby werden. Und aus allem zusammen das Wunderwerk, das Bach sich tatsächlich als Ganzes dachte, eben als Oratorium, als &#8220;geistliche Opera&#8221;, aber so nicht aufführen konnte. Dass er in vielen szenischen Passagen und Dialogen die Musikdramatiker seiner Zeit, die Opernkomponisten, in Richtung Mozart und noch weiter überholt (nicht zum ersten Mal), wurde mir erst klar, als ich das &#8220;W.O.&#8221; für ein Programm des Gürzenich Orchesters Köln <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=5293">erkundete</a>.</p>
<p>Kaum war ich damit fertig, kam eine Anfrage, ob ich als Bratscher einspringen könnte: W.O. 1-6 in Celle! Es war traumhaft. Eine wunderschöne Kirche, die (rappelvolle) Stadtkirche St. Marien, ein exzellenter Jugendchor (&#8220;Juventis&#8221;, vor zehn Jahren gegründet), ein kluger, klarer Dirigent, der Kantor Stephan Doormann, und die Hannoversche Hofkapelle mit dieser besonderen Verbindung von &#8220;Sprechen&#8221; und Geschmeidigkeit, lieber Affekt als Effekt, die als &#8220;hannoversche Schule&#8221; nicht zuletzt auf <a href="https://van-magazin.de/mag/lajos-rovatkay/">Lajos Rovatkay</a> zurückgeht, den jetzt 92-jährigen, und mir sehr vertraut ist. Unter solchen Bedingungen wird diese Musik, so unzählige Male aufgeführt und von Routine und glühweinigem Adventsrummel bedroht, neu und lebendig und beglückend &#8211; eine große Erzählung.</p>
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		<title>9. Dezember 2025</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 08:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vor 120 Jahren, am 9. Dezember 1905, wurde Salome von Richard Strauss in Dresden uraufgeführt. Legendär wurde aber vor allem die österreichische Erstaufführung in Graz am 16. Mai 1906. Strauss (links, mit hellem Hut) dirigierte, angereist waren Mahler (rechts von Strauss an jenem Tag), Puccini, Schönberg, Berg (damals ein unbekannter 21jähriger) und weitere Größen; Thomas [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-09-083541.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5283" alt="Screenshot 2025-12-09 083541" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Screenshot-2025-12-09-083541.png" width="669" height="511" /></a><br />
Heute vor 120 Jahren, am 9. Dezember 1905, wurde <em>Salome</em> von Richard Strauss in Dresden uraufgeführt. Legendär wurde aber vor allem die österreichische Erstaufführung in Graz am 16. Mai 1906. Strauss (links, mit hellem Hut) dirigierte, angereist waren Mahler (rechts von Strauss an jenem Tag), Puccini, Schönberg, Berg (damals ein unbekannter 21jähriger) und weitere Größen; Thomas Mann ließ später im <em>Doktor Faustus</em> auch seinen fiktiven Tonsetzer Leverkühn dabei sein. Von diesem Tag aus habe ich in <em>Flammen</em><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?page_id=589"></a> die Entstehung der <em>Salome</em> erzählt und dabei auch die geniale Wilde-Übersetzerin Hedwig Lachmann ins Licht gerückt, ohne die es die Oper nicht gäbe. Auf VAN ist nun eine <a href="https://van-magazin.de/mag/entstehung-salome-richard-strauss/">bearbeitete und ergänzte Fassung der Passage</a> zu lesen &#8211; bereichert um einen 2-Minuten-Mitschnitt vom Dezember 1906 in Berlin mit Emmy Destinn als Salome und mit Richard Strauss am Pult. Am Berliner Hoftheater wurde auf Geheiß des Kaisers am Ende der Oper der Stern von Betlehem gezeigt, um mit diesem Verweis auf den biblischen Zusammenhang die Anstößigkeit des Stoffs zu mildern&#8230;</p>
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		<title>30. November 2025</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 09:26:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es begann mit einem Besuch im umbrischen Städtchen Panicale im Frühjahr 2009. Dem Komponisten Klaus Huber war der Siemens-Musikpreis zugesprochen worden, ich besuchte ihn für die ZEIT und verbrachte zwei Tage in Gesprächen mit ihm &#8211; und mit Younghi Pagh-Paan, der Komponistin, seiner Frau. Daraus wurde eine Freundschaft mit beiden. Klaus starb 2017 mit 92 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/ypp-in-bremen-12-4-25.jpg"><img src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/ypp-in-bremen-12-4-25.jpg" alt="ypp in bremen 12 4 25" width="3033" height="1860" class="aligncenter size-full wp-image-5261" /></a><br />
Es begann mit einem Besuch im umbrischen Städtchen Panicale im Frühjahr 2009. Dem Komponisten Klaus Huber war der Siemens-Musikpreis zugesprochen worden, ich <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=52">besuchte ihn für die ZEIT</a> und verbrachte zwei Tage in Gesprächen mit ihm &#8211; und mit Younghi Pagh-Paan, der Komponistin, seiner Frau. Daraus wurde eine Freundschaft mit beiden. Klaus starb 2017 mit 92 Jahren, heute vor 101 Jahren kam er in Bern zur Welt. Younghi teilt sich mit ihm &#8211; neben dem Komponistenberuf und der Liebe zu Italien &#8211; den Geburtstag. Sie wurde am 30. November 1945 im südkoreanischen Cheongju geboren und feiert heute ihren 80. Geburtstag. Das Foto oben entstand im April dieses Jahres in Bremen, dem Wohnort der Komponistin, wo an diesem Wochenende <a href="https://tritonus-verein.de/younghi-pagh-paan-80/">zwei Konzerte mit fantastischen Interpreten </a>stattfinden, darunter Studenten und Wegbegleiter der Komponistin, die im Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Ich habe im Laufe der Jahre viel über Younghi Pagh-Paan geschrieben, das meiste davon ist auch auf dieser Website zu finden. Ich verlinke hier nur auf einen Text, der 2022 für die CD <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=3765"><em>Listening with the heart – Mit dem Herzen hören</em> </a>entstand und, den Werken folgend, die künstlerische Biografie nachzeichnet. Viele der Stücke &#8211; und dieselben Musiker! &#8211; sind jetzt auch in Bremen zu erleben. Herzlichen Glückwunsch, liebe Younghi!</p>
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		<title>23. November 2025</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 12:25:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor vier Tagen ging im Konzerthaus Berlin Salon Boulanger über die Bühne des ausverkauften Kleinen Saals. Dazu schreibt Marleen Hoffmann am 20. November in der Berliner Morgenpost: &#8220;Die Dramaturgie des 100-minütigen durchgehenden Programms war wirklich herausragend &#8211; abwechslungsreich, unterhaltsam und zeitgeschichtlich informiert, gespickt mit Anekdoten, poetisch anmutenden Briefpassagen und historisch relevanten Fakten. (&#8230;.) Christiane Paul und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon-Pauly-8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5229" alt="Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon Pauly (8)" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon-Pauly-8.jpg" width="3072" height="2048" /></a></p>
<p>Vor vier Tagen ging im Konzerthaus Berlin <em>Salon Boulanger</em> über die Bühne des ausverkauften Kleinen Saals. Dazu schreibt Marleen Hoffmann am 20. November in der <a href="https://www.morgenpost.de/kultur/article410507018/salon-boulanger-die-kompositorische-bandbreite-zweier-schwestern.html"><em>Berliner Morgenpost</em></a>: &#8220;Die Dramaturgie des 100-minütigen durchgehenden Programms war wirklich herausragend &#8211; abwechslungsreich, unterhaltsam und zeitgeschichtlich informiert, gespickt mit Anekdoten, poetisch anmutenden Briefpassagen und historisch relevanten Fakten. (&#8230;.) Christiane Paul und Ulrich Noethen lasen abwechselnd in einem harmonischen Zusammenspiel ihre Textpassagen, schlüpften hier und da mal in die Rolle der einen oder anderen Boulanger, kommentierten aber auch mit selbstironischem Charme ihre eigene Rolle als Erzählende. (&#8230;)  Mitreißende musikalische Höhepunkte waren die Bearbeitungen des Boulanger Trios von zwei Liedern aus dem Zyklus <em>Clairières dans le ciel</em> und (&#8230;) <em>Matin de printemps</em> und <em>D&#8217;un soir triste</em> von Lili Boulanger sowie die <em>Drei Stücke für Violoncello und Klavier</em> von Nadia Boulanger. Mal ganz seichte, flirrende, mitunter fließende Klänge konnte das Trio mit voller Hingabe an die Musik ebenso erzeugen wie Passagen voller Energie und wilder Dramatik, dabei stets den Charakter des jeweiligen Stückes ernstnehmend.&#8221;<a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Auftakt-Boulanger.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5230" alt="Auftakt Boulanger" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Auftakt-Boulanger.jpeg" width="3629" height="2722" /></a></p>
<p>Von links nach rechts: Ulrich Noethen (Sprecher), Birgit Erz (Violine), Ilona Kindt (Cello), Volker Hagedorn (Konzept, Text, Dramaturgie), Karla Haltenwanger (Klavier), Christiane Paul (Sprecherin), Dorothee Kalbhenn (Idee und Mitkonzeption), nicht im Bild: Andy Heller (Bildredaktion). Foto: Manuela Schmelz. Die Szene oben mit Christiane Paul und Ulrich Noethen fotografierte Simon Pauly, ebenso das Bild unten (Ausschnitt) mit ganzem Ensemble und den Schwestern Boulanger.</p>
<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon-Pauly-31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5233" alt="Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon Pauly (3)" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/Salon_Boulanger_19.11.2025_Credit_Simon-Pauly-31.jpg" width="1835" height="1400" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>15. November 2025</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2025 18:03:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier stehen sie auf dem Balkon in der rue La Bruyère, die Schwestern Boulanger im Paris des Jahres 1900. Nadia, links, wurde 92 Jahre alt, Lili starb schon mit 24, berühmt wurden sie beide. Lili war die erste Komponistin, die den Rompreis gewann, hoch geschätzt von Claude Debussy; Nadia, gleichermaßen begabt, verstummte wenige Jahre nach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/01_1LB-et-NB-rue-Labruyère-1900.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5217" alt="Fotos von CNLB.fr" src="http://www.volker-hagedorn.de/wp/wp-content/uploads/2025/11/01_1LB-et-NB-rue-Labruyère-1900.jpeg" width="2705" height="3928" /></a><br />
Hier stehen sie auf dem Balkon in der rue La Bruyère, die Schwestern Boulanger im Paris des Jahres 1900. Nadia, links, wurde 92 Jahre alt, Lili starb schon mit 24, berühmt wurden sie beide. Lili war die erste Komponistin, die den Rompreis gewann, hoch geschätzt von Claude Debussy; Nadia, gleichermaßen begabt, verstummte wenige Jahre nach Lillis Tod als Komponistin und setzte um so erfolgreicher ihre Laufbahn als Kompositionslehrerin fort &#8211; sie wurde zur Legende, von der sich noch der reife Leonard Bernstein etwas beibringen ließ. In Leben und Musik der genialen Schwestern führt mit einer Traumbesetzung der literarisch-musikalische <a href="https://www.konzerthaus.de/de/programm/salon-boulanger/11833"><em>Salon Boulanger</em></a> zum Auftakt einer fünftägigen <a href="https://www.konzerthaus.de/de/boulanger-hommage"><em>Hommage Nadia &amp; Lili Boulanger </em></a>im Konzerthaus Berlin, am 19. November um 20 Uhr. Mit dabei: Christiane Paul, Ulrich Noethen und das Boulanger Trio. Das Foto wurde freundlicherweise vom <a href="https://fondation.societegenerale.com/en/music/supports/exceptional-support/le-centre-nadia-et-lili-boulanger">Centre Nadia et Lili Boulanger</a> zur Verfügung gestellt.</p>
<p>In eine völlig andere Welt führt Giuseppe Verdis außergewöhnliche Oper <em>La forza del destino</em>, mit deren <a href="http://www.volker-hagedorn.de/wp/?p=5198">Entstehungsumständen</a> ich mich für die Oper Zürich befasst habe. Dort hatte vor zwei Wochen die Inszenierung von Valentina Carrasco Premiere. Da Anna Netrebko die weibliche Hauptrolle singt, erstrecken sich politische Implikationen, wie sie schon das Werk selbst prägen, auch gleich bis zu Fragen zur Besetzung, die der neue Intendant Matthias Schulz sehr <a href="https://www.opernhaus.ch/spielplan/kalendarium/la-forza-del-destino-1/2025-2026">differenziert beantwortet hat</a>. So oder so, an Aktualität mangelt es Verdis Oper nicht&#8230;</p>
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