Kategorie-Archiv: Blog

26. April 2018

Nun ist der “Echo” abgeschafft. Blöd für die, die ihre Trophäe auch noch schnell in medienwirksamer Empörung zurückgeben wollten. Näheres zu Moral, Mainstream, Musik und Gesellschaft in der zwölften Folge von “Rausch & Räson” bei VAN, wo sich im übrigen auch substantielle News zu Fauré und Bernstein finden lassen. Und dann gibt es ja noch, neben lebenden Interpreten und toten Komponisten, die rare Existenzform der lebenden Komponisten. Einer von ihnen hat mich durch Ljulbljana geführt, wo Gustav Mahler, als es noch Laibach hieß, ein lebender junger Kapellmeister war. Näheres zu Milko Lazar, dem Komponisten des neuen Zürcher “Faust”- Balletts, ist hier zu lesen.

31. März 2018

>Schon wegen der traumhaften Œufs d´Œuvre, die das Grafikbüro Joppe Berlin gestaltet hat, einer Anregung von 128-Chefredakteur Carsten Fastner nachgehend, muss ich meinen Text “Mit und ohne Eierschalen” wenigstens zur Betrachtung empfehlen – lesen kann man ihn natürlich auch, nicht nur zu Ostern, denn es geht um Frühwerke von Komponisten zwischen 1690 und jetzt. Es gäbe noch mehr Neues auf dieser Website zu lesen, wenn ich mehr Zeit zum Updaten hätte – die habe ich aber unter anderem mit Komponist Milko Lazar in Ljubljana verbracht, demnächst hier nachzulesen, und auf einer Großbaustelle, in jener Stadt, in der Debussy groß wurde und vor 100 Jahren viel zu früh starb. Zu ihm und seinen von Bernd Goetzke sensibel und präzis übersetzten Briefen ist in der ZEIT etwas zu finden und bald auch, bei freiem Eintritt, hier. Frohe Ostern!

28. Februar 2018

> Der Termin schlechthin nächsten Sonntag ist natürlich „Lunea“, Heinz Holligers neue Oper in Zürich. Auf der Bühne, die einst ihren Vater als “Chorsklaven” sah, singt Juliane Banse jene Sophie von Löwenthal, welche der Dichter Lenau (Christian Gerhaher) tragisch liebt. Wer es nicht nach Zürich schafft, kann am 4. März auch in Oldenburg tolle Vokalisten erleben, nämlich Wiebke Lehmkuhl und Johanna Winkel. Und mich auch, aber als vorlesenden Autor von „Bachs Welt“, der zwischendurch glücklicherweise nicht singt, sondern an der Bratsche aushilft: um 17 Uhr in St. Lamberti. Sechs Tage später, am 10. März, gibt es in der hannoverschen Marktkirche eine Kombination aus „Bachs Welt“ und Orgelmusik, letztere von Ulfert Smidt an verschiedenen Instrumenten gespielt, Beginn um 20 Uhr. Elf Tage später wird JSB 333 Jahre alt! Hier nachzureichen sind drei VAN-Kolumnen: Über CD-Wonnen mit Kindern auf dem Rücksitz, zuwenig Verrisse und Polemiken im Musikbetrieb und schließlich, nein, keine Polemik, sondern ein Loblied auf das Realisieren barocker Kultwerke in extrem abgelegenen Kirchen, Pizza inklusive. Nur so viel auf die Schnelle, später mehr, ich muss los, die Scala wartet, und dort singe ich, bloß gut, schon wieder nicht.

PS Abweichend von manchen Ankündigungen bin ich kein „Musikwissenschaftler“ (ich habe nichts dergleichen studiert, nur als hannoverscher Violastudent wunderbaren Vorlesungen von Hellmut Kühn und Hermann Danuser gelauscht) und seit 1993 nicht mehr „Feuilletonredakteur der HAZ“. Aber es hat in der Geschichte der Menschheit schon tragischere Fehleinschätzungen gegeben.